Der Frei-von-allem-Osterzopf [vegan, glutenfrei, hefefrei, zuckerfrei]

Man nehme das Ei, die Milch, die Hefe, das Weizenmehl und den Zucker weg… und fertig ist der ultimative Frei-von-allem-Osterzopf! Nein, das ist keine heiße Luft, was ich dir da erzähle und hier kommt schon das erste Beweisfoto:

 

Warum normal, wenn es auch anders geht?!

Ich ernähre mich eigentlich „nur“ vegan und seit kurzem auch zuckerfrei. Ganz so weit wie auf Gluten zu verzichten, muss ich zum Glück nicht gehen. Dennoch mache ich es ab und zu – zur Abwechslung bzw. der ausgewogenen Ernährung halber. 😀 Oder einfach, um euch noch mehr Auswahl an Rezepten anzubieten.

Ein Osterbrot habe ich bereits in meiner Rezeptesammlung. Ein ganz herkömmliches ist es natürlich auch nicht, aber immerhin nur vegan und hefefrei. Dieses Mal bin ich ganze zwei Schritte weiter gegangen und habe zusätzlich auch Zucker und glutenhaltiges Mehl weggelassen.

 

 

Warum verzichten?

Vegan, weil

Tiere keine „Zutaten“ sind und ihre „Produkte“ von Natur aus nur für sie selbst und nicht für den Menschen bestimmt sind.

Glutenfrei, weil

wir ohnehin ein Zuviel an Gluten konsumieren: Müsli, Brot und Brötchen, Kuchen, Kekse, Suppen und Nudeln… Hier und da kann man es sich schon sparen. Zumal Gluten generell ein sehr schwer verdaubares Protein ist, es sei denn, es wurde durch Keimung oder Fermentation (Sauerteig) bekömmlicher gemacht.

Hefefrei, weil

thermophile Hefen nach unbestätigten Informationen beim Backprozess nicht vollständig vernichtet werden und somit schädlich für die Darmflora im menschlichen Körper sein können. Ob an dieser Behauptung etwas Wahres dran ist, soll jeder für sich entscheiden. Eines trifft aber auf alle Fälle zu: Wie beim Gluten auch, essen wir ein Zuviel an hefehaltigen Lebensmitteln. Ab und zu mal darauf zu verzichten kann sicher nicht schaden.

Zuckerfrei, weil

Kristallzucker nachgewiesenermaßen den ganzen Körper übersäuert und auch noch süchtig macht. Die Folgen sind nicht nur auf Körperebene in Form von verschiedenen Krankheiten zu spüren, sondern auch auf psychischer Ebene. Zucker ist auch Lieblingsnahrungsmittel der schlechten Pilze, die sich dadurch besser im Körper vermehren und wiederum zu gesundheitlichen Problemen führen können. Während meiner letzten 30-tägigen Zuckerfrei-Challenge habe ich selbst gespürt und erlebt, wie viel ausgeglichener man sich mit einer zuckerfreien bzw. -armen Ernährung insgesamt fühlt. Seitdem ernähre ich mich nahezu komplett frei von Industriezucker und achte generell darauf, nicht zu viele süße Lebensmittel zu verzehren.

 

 

Es war eine Herausforderung

und ich habe lange und vergeblich nach ähnlichen Rezepten gesucht, optimale Zutatenmengen und -verhältnisse ausgerechnet und herumprobiert, bis ich zu diesem Ergebnis gelangt bin, das ich dir jetzt präsentiere.

Perfekt ist dieser Osterzopf noch immer nicht. Bekannterweise kommt aber von nichts ebenfalls nichts.  😅 Spaß beiseite – solange du keine zu hohen Erwartungen hast, wirst du das vegane und gluten-, zucker- und hefefreie Osterbrot genauso lieben wie das Original.

 

 

 

Ich habe mich in erster Stelle bemüht, einen plastischen Teig zu kreieren, der problemlos geknetet, ausgerollt und geflochten werden kann, ohne bei der kleinsten Bewegung auseinanderzufallen. Der fertige Teig erinnert mich etwas an Mürbeteig, auch wenn er nicht so hart wird. Jedenfalls wird der Frei-von-allem-Osterzopf bei weitem nicht so luftig und fluffig wie das Original. But who cares?!

 

 

Einfach dickere Stücke schneiden – dann behalten sie besser ihre Form. 😉 Und lecker ist dieses Osterbrot auf alle Fälle – dafür stehe ich mit meinem Namen. Es schmeckt herrlich fein mit einer leichten Butternote. Man kann auch mehr davon essen, als man sonst von einem herkömmlichen Hefezopf essen würde, ohne dabei einen Zuckerschock zu bekommen. Dennoch schmeckt es süß genug und liegt nicht schwer im Magen bzw. ist gut verträglich. Was will man mehr?!

Ach klar, das Rezept will man! 😄

 

 

Der Frei-von-allem-Osterzopf [vegan, glutenfrei, hefefrei, zuckerfrei]
 
Vorbereitungszeit
Zubereitungszeit
Insgesamt
 
Der Nuss-Osterzopf, der ganz ohne Hefe, Ei, Milch, Gluten und Zucker auskommt! Dieses Gebäck ist trotzdem so fein, dass es auf der Zunge zergeht.
Portionen: 800g
Zutaten
  • 140 g Reismehl
  • 120 g Kartoffelstärke
  • 60 g Speisestärke
  • 50 g Hafermehl, glutenfrei falls gewünscht
  • 30 g Mandelmehl
  • 100 g Erythrit
  • 1 Pkg. Weinstein-Backpulver
  • 3 TL Johannisbrotkernmehl
  • ¼ TL Bourbon-Vanille, gemahlen
  • 170 ml Wasser oder Pflanzendrink je nach Verfügbarkeit
  • 100 ml Kokosöl, flüssig
  • 4 EL veganer Joghurt
  • 50 g Rosinen
  • 50 g Walnüsse
  • Mandelblättchen und Xylit zum Bestreuen
  • Ahornsirup zum Bestreichen
Zubereitung
  1. Rosinen mit heißem Wasser übergießen und stehen lassen.
  2. Alle Zutaten von Reismehl bis Vanille in eine große Schüssel geben und mit einem Schneebesen vermengen.
  3. Kokosöl, Joghurt und Wasser hinzugeben und glatt rühren.
  4. Ein paar Minuten den Teig stehen lassen - er sollte fest und geschmeidig werden und nicht kleben.
  5. In der Zwischenzeit Rosinen abgießen, Walnüsse grob hacken und mit den Rosinen vermischen.
  6. Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  7. Etwas Mehl über die Arbeitsfläche streuen und den Teig einmal gut durchkneten. Eine Kugel formen.
  8. Teigkugel mit einem bemehlten Teigroller rechteckig auf Backblechgröße ausrollen.
  9. Teig längs in drei gleich breite Streifen schneiden.
  10. Jeden Teigstreifen mit ⅓ der Rosinen-Walnuss-Mischung belegen, dabei an einer Längsseite einen 1 cm breiten Rand frei lassen.
  11. Jeweils von der bestrichenen langen Seite her eng aufrollen, sodass die Rolle mit dem unbelegten Rand abschließt.
  12. Die Rollen mit viel Vorsicht nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und zu einem Zopf flechten. Sollten die Teigrollen reißen, können sie wieder leicht zusammengedrückt werden.
  13. Die Enden des fertigen Zopfs fest zusammendrücken und leicht nach unten schlagen.
  14. Zopf mit etwas Kokosöl bepinseln und Mandelblättchen darüber streuen.
  15. Osterzopf in der Mitte des Backofens schieben und die ersten 10 min bei 220° backen. Danach bei 200° weitere 30 min bzw. bis leicht goldbraun backen.
  16. Den fertigen Osterzopf mit einem Tuch bedecken und abkühlen lassen.
  17. Mit Ahornsirup für eine glänzende Oberfläche bepinseln und darüber etwas Xylit für eine Kristallzuckeroptik streuen.
  18. Erst dann anscheiden, wenn vollständig ausgekühlt.
Anmerkungen
Bei Allergien, Intoleranzen etc. schlage ich folgende alternative Zutaten vor: Hafermehl durch die gleiche Menge Mandelmehl ersetzen oder umgekehrt.
Wenn weder Hafer- noch Mandelmehl erwünscht ist, kann auch Kokosmehl verwendet werden. Dies dürfte nichts an der Rezeptur ändern.
Rosinen können bspw. durch getrocknete Feigen oder Aprikosen ersetzt werden.
Und wenn dir glutenfrei nicht so wichtig ist, nimm einfach ein beliebiges (Vollkorn-)Mehl und knete den Teig etwas länger.
 

Hast du den Frei-vom-allem-Osterzopf nachgemacht? Tagge mich auf Instagram mit @naturita.by.margarita & #naturitaorg. Die nachgemachten Rezepte teile ich regelmäßig in meiner Story.

P.S. Klick hier für mehr vegane Osterrezepte

XO Naturita

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