Xylit-Bonbons ganz einfach selber machen


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Xylit-Bonbons lassen sich sehr einfach zu Hause herstellen. Man kann sie auch in verschiedenen Farben machen und mit ätherischen Ölen geschmacklich aufwerten. Gut für die Zähne und sehr günstig!

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Xylit bzw. Xylitol oder auch Birkenzucker kenne ich schon seit vielen Jahren. Schon damals habe ich angefangen, Bonbons, Kaugummis und Zahnpasta mit Xylit als Alternative zu den herkömmlichen Produkten mit ungesunden Süßstoffen zu kaufen. Denn Xylit ist eben gesund. Er soll die Mineralisierung der Zähne unterstützen und sogar kleine Kariesstellen eliminieren! Juhuuu! Endlich gute Nachrichten für meine sensiblen Zähne!

Tatsächlich bin ich kariesfrei mehr oder weniger seitdem ich nach jedem Essen Xylit-Bonbons lutsche. Früher ließ ich mir jedes Jahr mindestens einen Zahn machen. Natürlich hängt meine verbesserte Zahngesundheit auch mit meiner Ernährungsumstellung zusammen. Doch die Vorteile von Xylit sind unbestritten. Deswegen setzen mittlerweile viele Zahnpasta-Hersteller auf den sogenannten Birkenzucker.

Crusher statt Bonbons

Lange Zeit habe ich die teuersten Zahnbonbons aus Xylit gekauft, weil ich sicher sein wollte, dass der Xylit von hoher Qualität ist und gentechnikfrei. Vor einiger Zeit bin ich aber auf einen neuen Hersteller hochwertiger Xylit-Bonbons namen Xacara gestoßen. Ihre Bonbons nennen sie Crusher, weil sie einfach von Hand gebrochen sind. Die flache, ungleichmäßige Form soll cool sein und eben von Handarbeit zeugen. Auch erwähnenswert sind die wertige Metalldose und die tollen Geschmacksrichtungen von Minze bis Banane.

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Statt mich aber als Kundin zu gewinnen, haben mich die Crusher von Xacara auf die Idee gebracht, meine eigenen Xylit-Crusher zu machen. Das geht sehr einfach und bietet jede Menge Raum für Experimente mit Geschmacksrichtungen und Farben. Dazu muss ich sagen, dass Selbstgemachtes einfach besser ist!

 

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Das Rezept

Zutaten:

  • 100 g Xylit
  • je nach Geschmack ca. 20 Tropfen ätherisches Öl nach Wahl, z.B. Limettenöl, Rosenöl, Zimtöl, Salbeiöl, Minzöl, Vanilleöl, Orangenöl
  • optional zum Einfärben: Himbeer- oder Johannisbeerpulver, Matcha u.a.

Zubereitung:

  1. Xylit in einem kleinen Topf oder in einer emaillierten Saucenpfanne auf hoher Temperatur zum Schmelzen bringen.
  2. Wenn sich der Birkenzucker komplett aufgelöst hat, also schön glasig wird, das ätherische Öl hinzugeben und gut vermischen. Du kannst gerne die Xylitmischung probieren, jedoch solltest du wissen, dass der flüssige Xylit sehr heiß ist und die ätherischen Öle viel stärker herauszuschmecken sind, als wenn die Masse kalt ist. Daher ist es eher Übungssache, die richtige Menge an ätherischem Öl zu treffen.
  3. Wenn deine Mischung soweit ist, verteilst du sie möglichst gleichmäßig, jedoch nicht super dünn auf einer Silikonmatte oder einem mit Backpapier belegtem Blech. Ich arbeite hier am liebsten mit einer Silikonspatel, die keine Reste im Topf kleben lässt und selbst einfach zu reinigen ist.
  4. Nun musst du den Xylitol wieder hart werden lassen. Das dauert in der Regel mehrere Stunden. Ich schiebe das Blech in den Ofen und lasse ihn dort bis zum nächsten Morgen stehen.
  5. Zum Schluss brichst du einfach mit den Händen die ausgehärtete Xylitplatte in mundgerechte Stückchen.

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Tipps:

  • Aufbewahren kannst du die Bonbons in einem Glas für zu Hause oder in einer Metalldose für unterwegs oder zum Verschenken.
  • Achte beim Kauf von Xylit auf Qualität! Am besten nimmst du nicht den günstigsten Xylit, sondern einen, der garantiert frei von Gentechnik ist. Noch besser ist der finnische, der durch die natürliche Vergärung von Traubenzucker gewonnen wird. Viele Hersteller lassen den billiger aus Mais herstellen – da unbedingt auf eine Qualitätsgarantie achten!
  • Bei den ätherischen Ölen sind solche in Bio-Qualität am besten, da sie garantiert auf eine natürliche Art und Weise destilliert worden und somit schadstofffrei sind.

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XO Naturita

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7 Gedanken zu “Xylit-Bonbons ganz einfach selber machen

  • Stefan Lindner

    Gute Tag Margarita,
    das Selbermachen von Xylit-Bonbons finde ich interessant, da es Crusher nicht mehr zu kaufen gibt. Eine Frage habe ich allerdings. Welches ätherische Öl nimmst Du? Die meisten, die ich gefunden habe sind nur für die äußere Anwendung.
    Danke, Stefan.

    • Naturita Autor des Beitrags

      Hallo Stefan,
      ich nehme grundsätzlich jedes ätherische Öl, das mir schmeckt und das ich mir in Bonbons vorstellen kann. Ich nenne dir mal ein paar Beispiele: Orange, Limette, Minze, Bergamotte, Salbei, Rosmarin (sparsam verwenden). Selbst Ungewöhnliches habe ich schon mal ausprobiert, z.B. Mohn-Zimt-Öl, das eigentlich als Heilmittel Anwendung findet. Ganz toll ist Rosenöl, aber auch sehr teuer.
      Typische Parfumöle wie Ylang-Ylang würde ich dagegen nicht essen wollen. Ich weiß nicht, was das für Öle sind, die du gefunden hast und die nicht innerlich angewendet werden dürfen, aber ich würde hier auf den bekannten Spruch zurückgreifen, dass die Dosis das Gift macht. Ein hochwertiges, reines ätherisches Öl in der Konzentration, in der es für Zahnbonbons verwendet wird, dürfte keine Probleme bereiten.

      Hoffe ich konnte dir weiterhelfen!

      Grüße
      Margarita

      • Stefan Lindner

        Hallo Margarita,
        vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich werde es dann mal probieren und melde mich mit Ergebnissen zurück.
        Viele Grüße,
        Stefan.

  • Johanna

    Hallo Margarita,

    bitte ergänze in Deinem Rezept oben noch, dass ätherische Öle flüchtig sind uns erst eingerührt werden sollten, wenn die Xylitmasse auf 30 Grad Celsius heruntergekühlt ist.

    Generell besitzen ätherische Öle (ja, auch natrreine) ein höhes Allergiepotenzial. Pflanzen bilden diese Öle zum Anlocken von Besteubern oder zum Fernhalten von Schädlingen. Deshalb sind sie eigentlich nicht zum Verzehr geeignet.
    Auch in vielen Kosmetikprodukten sind diese Stoffe enthalten und werden sehr leicht über die Haut aufgenommen. Vermutlich macht auch hier die Dosis das Gift bzw. wie allergische Reaktion.

    • Naturita Autor des Beitrags

      Hallo Johanna,
      ich danke dir für deinen Kommentar. Da Xylit relativ schnell wieder fest wird, kann man leider nicht warten, bis es auf 30° runtergekühlt hat. Daher rühre ich die ätherischen Öle direkt ein, nachdem ich die geschmolzene Masse vom Feuer genommen habe. Der Geschmack ist trotzdem wahrnehmbar.
      Dass ätherische Öle alergische Reaktionen auslösen können ist wahr, betrifft aber nicht jeden und Anwendung in der Küche finden sie schon – z. B. Pfefferminzöl in Bonbons und Bergamotte in Earl Grey Tee. Die von mir empfohlenen Öle können in der Regel problemlos in sehr kleinen Mengen auch eingenommen werden – dies bestätigen auch Hersteller wie Primavera selbst. Was ich nicht empfehlen würde, ist die Xylitbonbons mit reinen Parfümölen wie Ylang Ylang zu aromatisiesen, auf die Idee würde, hoffe ich, aber keiner kommen. 😉
      Grüße
      Margarita

  • Maren

    Hallo Margarita, kann man das Xylit Pulver tatsächlich einfach so schmelzen im Topf? Verbrennt das nicht? Muss kein Wasser dazu?
    Herzlichen Dank für deine tolle Anregung:) Bisher kaufe ich auch teure Bonbons und würde gern aufs selber machen umsteigen:)
    Liebe Grüße,
    Maren

    • Naturita Autor des Beitrags

      Hallo Maren,
      ich konnte es anfangs auch nicht glauben und habe zunächst versucht den Xylit im Wasserbad zu schmelzen – ist nichts passiert. Daher einfach direkt in einen Topf oder eine Pfanne geben und erhitzen – es schmilzt sehr schnell und verbrennt überhaupt nicht. Einfach mal ausprobieren. 😉
      Grüße
      Margarita