Enzymreiche Linsensuppe mit Rote-Bete-Grün

Dass die Rote Bete extrem gesund ist, dürfte schon bekannt sein. Wusstet ihr aber, dass die Blätter der roten Rüben sogar noch gesünder sind? Sie sollen den Vitalstoffreichtum der Rote Bete um ein Vielfaches übertreffen! Und dabei werden sie so oft einfach weggeschmissen… 7 x mehr Kalzium, 3 x mehr Magnesium, 6 x mehr Vitamin C, 200 x mehr Vitamin A und 2000(!) x mehr Vitamin K landen auf dem Müll! Überlegt es euch also lieber zwei Mal, ob ihr die Rote-Bete-Blätter kompostieren oder nicht doch lieber essen möchtet.

Noch nicht ganz überzeugt? Dann habe ich ein weiteres Argument: Das Rote-Bete-Grün soll gegen Knoblauchatem gut sein. 😀

Wie isst man Rote-Bete-Blätter?

Mit den Zähnen! 😀 Am besten roh – im Salat oder im Smoothie. Ich verwende sie oft anstelle von Spinat für meine Smoothies. Allerdings werden sie dann nicht leuchtend grün sondern trüb rot. Macht nichts, Hauptsache sie schmecken gut. 😉 Die Rote-Bete-Blätter lassen sich gut mit Orangen, Ananas und Äpfeln kombinieren.

Heute wird das Rübengrün mal ausnahmsweise gekocht. Linsensuppe mit Rote-Bete-Grün ist eigentlich ein traditionelles Rezept aus Bulgarien, das ich bei meinem letzten Heimatbesuch in einem uralten Kochbuch gefunden habe. Es ist absolut authentisch und das merkt man schon an den Zutaten: keine Brühwürfel, keine Gewürze aus fernen Ländern – einfach Linsen und heimisches Gemüse, das früher in jedem Garten wuchs. Und das schmeckt auch heute noch.

In der Regel wird die Suppe vor dem Servieren nach Bauern-Style mit etwas Apfelessig abgerundet. Ein Schuss Säure peppt die Suppe nicht nur geschmacklich auf, sondern sorgt auch dafür, dass das Eisen aus den Linsen besser aufgenommen wird.

Mir ist statt Essig aber was noch Besseres eingefallen: sauer eingelegtes Gemüse und die dazugehörige Lake! Nicht pasteurisiertes, fermentiertes Gemüse findet man mittlerweile in immer mehr Bio-Märkten. Ich mache es jedoch am liebsten selbst und habe eigentlich dauerhaft Sauerkraut, saure Karotten, Rote Bete & Co. auf Vorrat. 

Also habe diese Suppe zum Anlass genommen, das Karotten-Rote Bete-Glas feierlich zu öffnen. Wer schon mal ein Glas fermentiertes Gemüse zum ersten Mal geöffnet hat, weiß, welches Sektkorken-ähnliches Geräusch es macht. 😀 Milchsauer Vergorenes sorgt aber auch in unserem Magen für ganz viel Freude, denn es enthält eine Vielzahl an lebendigen Enzymen und Bakterien, die die Verdauung fördern und die gesunde Darmflora unterstützen. Lecker, authentisch und gesund – was will man mehr?

Linsensuppe_Rote_Bete

 

Ergibt: 4 Portionen

Enzymreiche Linsensuppe mit Rote-Bete-Grün

Enzymreiche Linsensuppe mit Rote-Bete-Grün

Zutaten

  • 200 g Linsen
  • 7-8 Rote-Bete-Blätter
  • 50 ml Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 5-6 Knoblauchzehen
  • 3 TL Paprikapulver
  • 1 TL Bohnenkraut
  • Salz
  • Pro Portion: 1 EL fermentiertes Gemüse, z.B. Sauerkraut, geriebene Rote Bete, geriebene Karotten, Sellerie (alternativ 1 TL Apfelessig hinzugeben)

Anleitung

  1. Idealerweise werden die Linsen am Vortag bzw. ca. 8 Std. vor dem Kochen eingeweicht. Dies macht sie verträglicher und verkürzt die Kochdauer enorm. Nach dem Einweichen das Wasser abgießen und die Linsen einmal abspülen.
  2. Die Linsen nach Anleitung bei schwacher Hitze kochen. Etwa zur Hälfte der Kochzeit (zwischen 15 und 40 Min, je nachdem ob die Linsen zuvor eingeweicht wurden) die gehakten Zwiebel und Knoblauchzehen sowie Salz, Öl und Paprikapulver zufügen.
  3. Wenn die Linsen gar sind, die gehakten Rote-Bete-Blätter und Bohnenkraut beimengen und weitere 10 Minuten köcheln.
  4. Vor dem Servieren und wenn die Suppe nicht mehr so heiß (!) ist, in jeden Teller jeweils 1 EL fermentiertes Gemüse nach Wahl geben. Alternativ durch 1 EL Sauerkrautsaft oder Apfelessig ersetzen.

XO Naturita

 

 

 

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