{Da ist was los} Vegane Trends auf der Veggie & frei von Stuttgart 2016


Da war was los auf der Veggie & frei von letztes Wochenende in Stuttgart… Und da IST was los in der veganen Szene! Erster Beweis: Die Messe hat sich wesentlich vergrößert im Vergleich zum Vorjahr! Dafür war die Nachbarsmesse Eat & Style kleiner geworden (wollten etwa die Aussteller doch lieber zur Veggie & frei von, weil die cooler ist? 😉 ). Zweiter Beweis: Jede Menge neuartige Produkte, die meisten davon auch sehr gesund bzw. nachhaltig hergestellt. Ich hätte ruhig an jedem Stand etwas kaufen können… Es gab kaum einen Aussteller, der mich mit seinen einzigartigen Produkten nicht überzeugen konnte – obwohl ich eigentlich sehr anspruchsvoll bin. Weiter so! 🙂

 

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Unter meinen Mitbringseln von der Veggie & frei von: Statement-Schürze, Virgin Sonnenblumenöl, vegane Kosmetik, aromatisches Kokoswasser, No-Muh-Raclette-Käse, Flax Cracker

 

Vegane Trends

Snacken & entschlacken mit Leinsamen

Flax Cracker heißt die neue Snack-Alternative von Raw ’n‘ Healthy für alle, die mit gutem Gewissen snacken möchten. Die Cracker sind in Rohkost-Qualität und bestehen ausschließlich aus ganzen Goldleinsamen und Gewürzen – also ohne unnötige Zusätze. Gerade Goldleinsamen schmecken sehr mild und sorgen für einen angenehmen Geschmack. Die Flax Cracker gibt es derzeit in vier Geschmacksrichtungen – Paprika ’n‘ Cheeze und Italian Style sind meine persönlichen Favoriten. Die Cracker machen schnell satt, also besteht nicht die Gefahr, dass man zu viel davon isst. Ausgiebiges Kauen ist außerdem nötig, sodass man allein deswegen sich schnell gesättigt fühlt. Ich finde die Idee Leinsamen zu snacken echt gut, denn sie quellen im Magen auf und regen so die Verdauung und die Darmtätigkeit an. Ein Snack mit Benefits :D. Vergesst nur nicht viel Wasser zu trinken!

 

Schweizer Käse für Veganer

Den veganen Schweizer Käse von Vegusto gibt es schon seit 1997! War mir aber bisher noch nie begegnet… Jedenfalls zeichnet sich Vegusto mit Käsealternativen wie Raclette und Fondue „No-Muh“ aus, die ich besonders gelungen fand. Die Produkte bestehen hauptsächlich aus Kartoffelstärke und Reismehl, die enthaltene Hefe ist auf Melassebasis. Dem No-Muh-Rac konnte ich nicht widerstehen und habe mich mit einer Packung belohnt. 😉

Vegane Effektkosmetik

Die meisten Naturkosmetikmarken sind zwar ganz toll, aber wenn man besondere Ansprüche hat und sich mehr Wirkung wünscht, wird es schwierig. Da spreche ich aus eigener Erfahrung, denn ich versuche schon seit Ewigkeiten meine unreine Haut in Balance zu bringen. Hautleiden haben meistens ihre Ursachen im Inneren, nichtsdestotrotz kann die richtige Pflege von außen entscheidend sein für eine schnellere Besserung.

Auf der Veggie & frei von habe ich eine neue, vielversprechende Kosmetikmarke entdeckt: PflegeProdukt.  Die Produkte wurden nach den neuesten Erkenntnissen der Hautforschung entwickelt und enthalten nur Wirkstoffe, die die Haut wirklich braucht. Also keine Silikone, Parabene, Farbstoffe, Duftstoffe, PEGs sowie keine toxischen oder hormonell wirksamen Inhaltsstoffe. Dafür sind sie vegan und made in Germany.

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Am Stand auf der Messe konnte ich die Produkte an meinem Handrücken testen und merkte erstaunlicherweise sofort einen großen Unterschied im Vergleich zum anderen Handrücken – nicht nur fühlte sich die Haut gepflegter an sondern sah sie auch frischer und gesünder aus. Aus diesem Grund nahm ich drei Produktproben zum Testen mit. Nun teste ich seit einer Woche das Balance Tonic, die 24h Balance Cream und das Fruit Acid Gel. Tatsächlich fühlt sich meine Haut viel ausgeglichener an, es neigt weniger zu Unreinheiten und glänzt auch nicht mehr so viel gegen Ende des Tages. Die Produkte von PflegeProdukt wären aber auch für andere Hauttypen ideal, denn was sie enthalten, braucht jede Haut, die aus dem Gleichgewicht geraten ist.

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Links: Iris Knaus, Geschäftsführerin von PflegeProdukt; rechts: Gisela Müller, Kosmetikerin

 

Ach ja, eine Packung vegane Kekse gab es auch dazu. Die Geschäftsführerin von PflegeProdukt Iris Charlotte Knaus wollte ursprünglich das Entwickeln ihrer Kosmetikprodukte mit dem Backen vereinen, was aber nicht geklappt hat. So hat sie das Backen einer Behindertenwerkstatt anvertraut, damit sie sich mehr auf Ihre Kosmetiklinie konzentrieren kann. Nun kann sie neben veganen Cremes auch gesunde vegane Kekse anbieten. 🙂

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Zum Probieren mitgenommen: 24 h Creme, Fruit Acid Gel & Tonic + leckere Aprikosenkekse

 

Würzen mit Früchten

Bei Spicebar kann man seine eigene Gewürzmischung kreieren, Pfeffer-Raritäten kaufen oder eben eine neue Art des Würzens probieren – das Würzen mit Früchten. Fruchtpulver aus gefriergetrockneten Früchten soll nicht nur Eiscreme, Porridges und Keks- und Kuchenteige aufpeppen. In Kombination mit Salz, z.B. Himbeersalz :O, sollen die ausgefallenen Gewürzkreationen auch deftige Gerichte abrunden. Spicebar steht schon auf meiner Shopping-Liste. 😉

Vegane und nachhaltige Trend-Schuhe

Shoezuu ist ein neuer Online-Shop für vegane Schuhe und Accessoires. Ich habe schon letzten Winter dringend nach veganen Schuhen gesucht und bin bei den damals bekannten Anbietern nicht fündig geworden. Entweder haben mir die Designs nicht gefallen oder war ich nicht überzeugt, dass die Kunstlederqualität ihren hohen Preis wert ist. Das kann man online ja schwierig beurteilen. So kaufte ich mir letztendlich einfach Schuhe aus Kunstleder. Nun aber konnte ich am Stand von Shoezuu echte vegane und nachhaltig hergestellte Schuhe begutachten. Ich bin positiv überrascht, wie gut eigentlich die Qualität des veganen Leders ist und was es für neuartige Materialien zur Schuhherstellung gibt – z.B. Ananasblätter :O! Ich unterhielt mich lange mit Mara und Keith von Shoezuu und probierte verschiedene Schuhe an. Nun habe ich so viel Neues gelernt, dass ich plane, demnächst einen Beitrag nur zum Thema vegane Schuhe zu schreiben. Seid gespannt! 😀

Vegane Subculture-Fashion

Nach den Schuhen ist die Mode dran. Und zwar die Subculture-Mode. Die Rede ist von Rantipole – ein junges Label aus Mannheim, das sich der Herstellung extravaganter veganer Kleidung widmet. Rantipole legt viel Wert auf natürliche Materialien aus Bio-Anbau. Einzig die Garne sind aus Polyester, aber nur aus recyceltem Polyester. Designerin Eva Hotz näht fast alles selber, daher ist die faire Produktion garantiert. Und was nicht direkt aus dem Hause Rantipole stammt, wie zum Beispiel Stoffe und Basic-Teile, kommt selbstverständlich aus fairem Handel. Ein weiterer Vorteil der Kleidung von Rantipole ist, dass die Stoffe schadstoffarm gefärbt sind. Alles in allem entspricht die Gothic-inspirierte Mode des Mannheimer Labels der Kriterien für umwelt-, menschen- und tierfreundliche Produktion. Wäre schön, wenn es mehr solche Modehersteller gäbe. Doch Rantipole ist in der Subkultur genau richtig, denn wie mir Eva erklärte, ist die Underground-Mode von billiger und minderwertiger Kleidung dominiert. Schließlich reicht nur auf Fleisch verzichten nicht – es gibt auch andere Aspekte, die man berücksichtigen müsste.

Unerwartet gesund: Sonnenblumenöl mit hohem Anteil an Ölsäure

Der letzte Trend kommt aus der Nachbarsmesse Eat & Style, die zeitgleich mit der Veggie & frei von stattfand. Auch da gab es jede Menge interessante vegane Produkte, doch am meisten hat mich ein Sonnenblumenöl beeindruckt. Ich hatte schon ein super feines Olivenöl für 16€ für 500 ml probiert und war gerade am Überlegen, ob ich es kaufen soll, als ich den Stand von Pliska Oil sah. Pliska Oil kannte ich bereits, da es ein Unternehmen aus meiner Heimat Bulgarien ist. Auf der Messe hat ihr neuestes Produkt Prämiere gefeiert – ein kaltgepresstes Sonnenblumenöl aus einer speziellen Sorte Sonnenblumen mit hohem Gehalt an gesunder Ölsäure. Unter der Marke Sunfloro bieten sie sowohl reines Virgin Sonnenblumenöl als auch veredeltes Virgin Sonnenblumenöl, z.B. mit Basilikum, Chili oder Trüffeln. Das Besondere an Sunfloro ist der intensive Geschmack nach Sonnenblumenkernen sowie der hohe Anteil an Vitamin A, E und D. Ja, das Sonnenöl enthält das Sonnenvitamin D! ☀ 

Ich durfte drei Flaschen mit nach Hause nehmen – Sunfloro Basilikum, Walnuss und pur. Dieses wertvolle Öl ist wesentlich günstiger als gutes Olivenöl, bietet aber meiner Meinung nach mehr Vorteile. Auch zur Hautpflege ist es geeignet und sogar empfohlen. Einziger Nachteil ist, dass das Öl noch nicht in Deutschland erhältlich ist, aber das kommt noch. Ich halte euch auf dem Laufenden. 😉

 

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