Papas con mojo – kanarische Kartoffeln mit Soße in 5 Varianten


 

Mojo canario Original Rezept

 

Papas arrugadas con mojo – so heißt meine große kanarische Liebe! Wer schon mal auf den wundervollen Kanaren war, hat die berühmten Salz-Schrumpelkartoffeln mit würziger Soße sicher sehr oft gegessen. Aber hey, ihr könnt Mojo Canario ganz einfach selbst zubereiten. Die Kartoffeln dazu gehen auch super easy. Hier zeige ich euch ganze fünf traditionelle Mojo-Varianten, die auch bei euch am Tisch für Urlaubsstimmung sorgen. Und weil selbstgemacht am besten schmeckt. 😉

Ich hege eine besondere Beziehung zu den Papas arrugadas con mojo (oder einfach papas con mojo)  – nicht nur schmecken sie gut, sondern haben mich während meiner Kanaren-Reisen oft gerettet, wenn es auf der Speisekarte nichts für mich gab außer Schon-Wieder-Salat.

Folgende fünf Rezepte für Mojo Canario warten von euch ausprobiert zu werden:

  • Mojo rojo
  • Mojo rojo picón
  • Mojo verde de perejil
  • Mojo verde de cilantro
  • Mojo rojo con almendras

 

Besonderheiten der Zubereitung:

Auf den Kanarischen Inseln werden spezielle Kartoffelsorten extra für die Zubereitung von papas arrugadas angebaut. Hier müssen wir uns nur mit normalen kleinen Kartoffeln oder Drillingen zufriedengeben, am besten festkochend.

Die traditionelle Zubereitung der papas arrugadas hat ein paar Besonderheiten. In erster Linie ist zu beachten, dass die Kartoffeln immer mit der Schale gekocht und gegessen werden. Zum Kochen braucht man wenig Wasser und viel Salz. Sie sollten im Topf gerade mit Wasser bedeckt sein – hinzu kommt eine halbe Tasse Meersalz auf 1 kg Kartoffeln. Gekocht werden sie bei leicht geöffnetem Deckel. Das Ganze muss einmal kräftig aufkochen und anschließend lässt man die Kartoffeln bei niedriger Hitze weiter köcheln. Wenn sie gar sind, gießt man das Kochwasser ab und stellt den Topf noch einmal zurück auf die abgeschaltete Kochplatte. So bildet sich auf den Kartoffeln die typische Salzkruste und die Schale bekommt ihren runzeligen arrugada-Look.

Einen Nachteil haben die papas arrugadas schon – sie enthalten viel zu viel Salz, was eigentlich gar nicht gesund ist. Ich bereite sie deswegen meist ganz normal zu. Denn die Gesundheit sollte vor den Genuss gehen.

Für die Mojo werden alle Zutaten mithilfe eines Universalzerkleinerers, Pürierstabs oder Mixers verarbeitet. Die Konsistenz kann dann je nach Gerät von grob bis cremig variieren. Traditionell wird Mojo im Mörser gemacht – auch eine Idee, wenn ihr es authentischer mögt. 😉

Mojo rojo

Mojo rojo ist die wohl bekannteste und beliebteste Mojo-Variante. Wahrscheinlich, weil sie sehr mild ist und jedem schmeckt. Daher darf das Rezept auch hier nicht fehlen.

Zutaten:

  • 1 rote Paprikaschote
  • 10 EL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Rotweinessig
  • Etwas Chilipulver
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Paprikapulver
  • Meersalz

Papas con mojo rojo

 

Mojo rojo picón

Vorsicht scharf! Die Kanarier machen die Mojo rojo picón in der Regel nur mit roten Peperoni – ganz ohne Paprikaschoten. Ich mag aber lieber etwas mehr Konsistenz und stelle euch daher die kommerziellere Variante mit rotem Paprika vor. Wenn ihr so gern Scharfes esst, könnt ihr trotzdem noch die Paprikaschote weglassen und die Chilimenge verdoppeln. 😀

Zutaten:

  • 1 rote Paprikaschote
  • 2 mild-scharfe Peperoni (Kerne mitverarbeiten für mehr Schärfe)
  • 10 EL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Rotweinessig
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Paprikapulver
  • Meersalz

Papas con mojo rojo picón

 

Mojo rojo con almendras

Mojo rojo mit Mandeln war eine meiner großen Entdeckungen bei meiner letzten Gran Canaria-Reise. Auf der Insel gibt es so viele Mandeln wie Bananen – also kein Wunder, dass die Kanarier auch eine Mandel-Mojo erfunden haben. Durch ihren süßlichen Geschmack eignet sich die Mojo con almendras auch als Brotaufstrich.

Zutaten:

  • 100 g eingeweichte, vorzugsweise blanchierte Mandeln (mindestens 2 Std. einweichen)
  • 10 EL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Rotweinessig
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 3 TL Paprikapulver
  • Meersalz

Papas con mojo de almendras

 

Mojo verde de perejil

Pere… was?! Für die grüne Mojo kommt meist Petersilie zum Einsatz. Und zwar ziemlich viel. Was eigentlich super ist, denn Petersilie ist eine der nährstoffreichsten und gesündesten Pflanzen und somit ein wahres heimisches Superfood. Und mit der ordentlichen Menge an Knoblauch (natürliches Antibiotikum), die dazu kommt, wird diese Soße zu einem Wunder-Heil-Alleskönner-Zaubermittel. 😀 😀 😀 Daher meine Empfehlung: Esst so viel Mojo Verde wie möglich!

Hier können die Petersilienstiele auch mit in den Mixer.

Zutaten:

  • 1-2 Bund Petersilie (je nach Bundgröße)
  • 10 EL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2-3 EL Weißweinessig (oder 3 EL Bio-Apfelessig für eine basische Variante)
  • 1 EL Kreuzkümmel
  • Grobes Meersalz
  • Ein Schuss Wasser

Papas con mojo verde de perejil

 

Mojo verde de cilantro

Vorsicht Koriander! Einfach weiterscrollen, wenn ihr keine Koriander-Fans seid. 😉 Für alle anderen: Unbedingt nachmachen! Mojo de cilantro ist mein persönlicher Favorit – vielleicht liegt es an der strahlend grünen Farbe? Aber auch geschmacklich ist die sehr gelungen.

Auch hier werden die Stiele mitverwendet.

Zutaten:

  • 1/2 – 1 Bund Koriander (je nach Bundgröße)
  • 1/4 – 1/2 Avocado
  • 10 EL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2-3 EL Weißweinessig (oder 3 EL Bio-Apfelessig für eine basische Variante)
  • 1 EL Kreuzkümmel
  • Grobes Meersalz
  • Ein Schuss Wasser

Mojo verde de cilantro

 

Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Jetzt wisst ihr, warum ich die Kanaren so sehr liebe. 😀 Ok, ihr angenehmes Klima, die unberührte Natur und die liebevollen Einwohner haben auch ihren Beitrag dazu geleistet. Sieben kleine Inseln bergen so viel Schönheit, Herzlichkeit und Majestät. I’ll be back, definitely! Und dann bringe ich noch mehr tolle Rezepte mit. 😉

Und falls euch diese fünf Mojo-Soßen nicht wirklich umgehauen haben sollten, dann habe ich hinter dem Bild unten noch eine ungewöhnliche kanarische Soße für euch parat.

Bananendip + Wurzelgemüse

 

¡Que aproveche!

XO Naturita

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